Stilecht in Szene setzen

Bern, 19. Juli 2019

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Portraits zeigen Momentaufnahmen im Leben eines Menschen, festgeschrieben für die Ewigkeit. Sie sollen authentisch wirken, klar und direkt – oder verspielt, sexy oder professionell sein.

Damit sie auch genau das ausdrücken, was Sie sich wünschen, setzen Sie sich am besten in Szene. Oder richtiger: Ich sorge dafür, dass sich Ihre Vorstellungen dazu später im fertigen Portraitfoto wiederfinden.

Portraits spontan buchen – oder gut vorbereiten?

Kürzlich fotografierte ich eine Taufe im Auftrag der Eltern. Ich bin immer etwas früher in der Kirche, um mich vorzubereiten und einzurichten. Plötzlich kam der Pfarrer auf mich zu und fragte, ob ich von ihm alleine einige Bilder machen könnte, er hätte diese gerne für sich.

Gelegentlich entstehen Portraitwünsche also spontan. Dann gibt es keine oder kaum Vorbereitung, keine grossen Outfit-Wechsel oder Fragen nach der besten Pose. Diese Portraits passieren einfach – und meistens sind die Ergebnisse umwerfend.

Häufiger sind aber wohlüberlegte Entscheidungen die Grundlage für eine Buchung bei mir. Mit den erhofften Portraits sind bestimmte Zwecke verbunden:

  • Portraits für die Familie und geliebte Menschen

  • Portraits für berufliche Stationen

  • Portraits als professioneller Baustein im öffentlichen Auftritt, etwa auf der Webseite, in Social-Media-Profilen

  • Portraits als Meilenstein-Dokumentation und Symbol der Selbstliebe, etwa nach Trennung, Geburt oder Jobwechsel

„Ist das dann noch authentisch?“, werde ich häufig gefragt. Und ich antworte darauf: „Ja, denn wir machen das authentisch!“

Was soll es werden? Authentisch, stimmungsvoll oder professionell in Szene gesetzt?

Teil meines Gesprächs vor einer Buchung ist immer meine Rückfrage, wofür das Portrait später genutzt wird. Je nach Anlass unterscheiden sich meine Vorbereitungen etwas. Grundsätzlich sind Portraits im Studio oder situative Portraitaufnahmen machbar. Welche Variante für Ihren Anlass die passendere sein dürfte? Das besprechen wir zusammen.

Aber generell gilt:

1.     Situative Portraitaufnahmen setzen wir dort in Szene, wo Sie sich bevorzugt aufhalten. Am Arbeitsplatz, im heimischen Wohnzimmer, im Lieblingscafé oder vor der Kirche zur Taufe. Nicht immer lassen sich hier störende Einflüsse von aussen ausblenden. Für schüchterne Menschen kann es eine zusätzliche Herausforderung darstellen, wenn sie beim Shooting von anderen Personen beobachtet werden.

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2.     Studioaufnahmen bieten eine ablenkungsfreie Umgebung, in der wir vom Licht bis zur Begleitmusik alle Aspekte steuern können. Dafür ist das Studio natürlich  innen gelegen, aber nur bedingt wandelbar, was die weitere Einrichtung angeht. Auch Tageslicht ist nur in begrenztem Mass möglich, obwohl verschiedene Filter und eine leistungsstarke Beleuchtung natürlich vorhanden sind, um Sie wie gewünscht in Szene zu setzen.

Unabhängig davon sind die verschiedenen Stimmungen, die Ihr Portrait später ausstrahlen soll: Nachdenklich, professionell, konzentriert, offen, herzlich, selbstzufrieden oder sexy.

Das erreichen wir über eine Kombination von Mimik, Gestik und den Posen, die für den Gesamteindruck geeignet sind.

Letztere lassen sich zwar theoretisch üben, aber authentische Posen ergeben sich auch ohne vorherige Übung. Die Wirkung eines unverstellten Lachens ist mit einem geübten Lächeln kaum vergleichbar. Im Shooting testen wir uns deshalb durch, um eine ganze Reihe von schönen, unverstellten Bildern zu erhalten.

Posen im Sitzen: Das wirkt oft entspannter und bietet ganz viele Möglichkeiten, mit dem Oberkörper, den Armen und Händen zu spielen. Ein lässiger Gesamteindruck entsteht schon dadurch, wenn Sie sich entspannt vorlehnen und die Ellbogen auf den Beinen aufsetzen. Eine Geborgenheit ausstrahlende Momentaufnahme mit der Familie ergibt sich fast von allein, wenn sich alle zusammen auf einem Sofa niederlassen. Verführerischer wirkt es, wenn Sie sich im Sessel zurücklehnen, leicht seitlich geneigt sitzend.

Posen im Stehen: Beim Portrait steht zwar oft das Gesicht im Vordergrund, trotzdem zeigt sich im Stehen eine ganz andere Körperhaltung als im Sitzen. Lässig überkreuzte Knöchel sind uns von Modeblättern sehr vertraut. Soll das Portrait professionell und bodenständig wirken, sind fest auf dem Boden aufgestellte Beine die bessere Idee.

Kinder setzen sich übrigens fast von allein in Szene, sobald sie Vertrauen zur Situation gefasst haben. Dabei begeben wir uns auf Augenhöhe zueinander. Von unten nach oben fotografiert wirken die Kleinen noch grösser, von oben nach unten eher kleiner und jünger. Das gilt natürlich für alle, besonders aber für Kinder, die aus der Erwachsenen-Perspektive heraus viel zu oft „klein“ dargestellt werden.

Für den perfekten Ausdruck: Haare, Make-up und Kleidung

Wohin mit den Haaren, welches Make-up passt zu welchen Anlass und welche Kleidung setzt mich so richtig in Szene? Die Details habe ich in einer Checkliste zusammengefasst. Hier können Sie sie kostenlos herunterladen.

Gibt es noch weitere Fragen, die sich Ihnen vor dem Portrait-Shooting stellen? Hinterlassen Sie mir gern einen kurzen Kommentar dazu. Ich freue mich auf den Austausch mit Ihnen!